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Kiteboard

KiteboardsSchaut man sich in den Online Shops fürs Kitesurfen um, dann kann einen das vielfältige Angebot für Kiteboards erst mal ziemlich verwirren. Kiteboards gibt es in verschiedenen Formen und Größen und können individuell für das Fahrniveau und Körpergewicht des Kiters, an den Fahrstil und an die Wind- und Wasserbedingungen ausgesucht werden.
Die Boards haben üblicherweise Fußschlaufen auf der Oberseite, damit der Fahrer den Kontakt zum Board aufrechterhalten kann, bzw. sich für Tricks, Sprünge oder bei einem Sturz einfach davon lösen kann. Es gibt auch Bretter mit Bindungen, die allerdings hauptsächlich beim Wakestyle Boarden Verwendung finden, um spezielle Wakeboard Tricks zu ermöglichen und sollten von Anfängern auf Grund der Verletzungsgefahr erst mal vermieden werden.

 

Derzeit gibt es sechs verschiedene Kiteboards, die sich in Form, Eigenschaften und Nutzungsweisen unterscheiden lassen:

  • Twin Tips
  • Doors
  • Directional Boards
  • Mutant Boards
  • Wakestyle Boards
  • Raceboards

Manchmal ist es zwar gar nicht so einfach ein Board genau zu definieren, da es auch Mischformen gibt. Hier erhältst du aber gute Anhaltspunkte, woran du welches Board erkennst und vor allem, für wen es geeignet ist.

Boards für Anfänger und Fortgeschrittene

Twin Tips / Bidrectional Board

Twin Tips werden auch TTs oder Bidis (Bidirectional Boards) genannt und können in beide Richtungen gefahren werden, da sie eine symmetrische Bauweise aufweisen. Die Seiten weisen leichte Rundungen auf und enden vor und hinten mit einer eher geraden Kante. Größere Boards bieten mehr Auflagefläche auf dem Wasser und geben dem Fahrer so mehr Stabilität und sind daher optimal für Anfänger. Sie sind jedoch auch in kleinerer Ausführung für Fortgeschritten sehr geeignet. Das TT ist eines der beliebtesten Boards beim Kitesurfen, da es ein echter Allrounder ist. Damit lässt es sich auf jedem Wasser und bei jedem Wind fahren.
Twin Tips haben üblicherweise eine Größe zwischen 130×40 cm bis zu 141x42cm, es gibt aber auch größere Varianten bis zu 162x46cm. Die angebotenen Größen hängen vom Hersteller und Produkt ab.

Ein Beispiel für ein TT der Firma Northkites:

Länge (cm) Breite (cm) Gewicht (kg)
132 39 55-75
135 40 70-85
138 41 75-95
141 42 > 85

Door Board

Das Door Board sieht wegen seiner rechteckigen Form tatsächlich fast aus wie eine Tür. Sieht man genau hin, fallen die konkaven, also nach innen gewölbten, Seitenränder auf. Es wird ausschließlich von der deutschen Firma Spleene angeboten. Auf Grund seines großen Volumens lässt es sich damit wunderbar auf dem Wasser gleiten, was einem Anfänger sowohl Spaß als auch Sicherheit gibt. Es hat außerdem auch gute Fahreigenschaften bei Leichtwind (unter 10 Knoten).
Die Größen des Door Boards variieren zwischen 132x39cm bis 64x40cm. Es gibt aber auch Abweichungen bis zu 122x37cm oder 174,44cm. Die Wahl der Größe hängt vom Gewicht des Fahrers – je leichter, desto kleiner das Board – und vom Fahrkönnen ab.

Mutant Boards

Das Mutant Board ist ein Mix aus Twin Tip und Directional Board. Es hat die Form eines Directional Boards, lässt sich aber durch zwei zusätzliche Finnen vorne an der Unterseite wie ein TT in beide Richtungen fahren. Das bedeutet, dass nach einem Richtungswechsel kein Fußwechsel erfolgen muss, während es sich anfühlt, auf einem Directional Board zu fahren. Mutant Boards eignen sich am besten bei Wellengang, fahren aber gerne auch mal auf ruhigem Wasser.

Boards für Fortgeschrittene, Tricks und Racen

Directional Boards

Directional Boards laufen am einen Ende spitz zu und weisen an den langen Seiten Rundungen auf, wie man es von den Surfbrettern kennt. Das macht sie zu einem ideal für das Kiten auf welligem Wasser, doch auch auf ruhigem Wasser lässt sich damit fahren. Auf Grund ihrer Bauweise lassen sie sich nur in eine Richtung fahren. Das bedeutet, dass bei einem Richtungswechsel auch ein Fußwechsel nötig ist, das ist zwar nicht unheimlich kompliziert, kann aber besonders für Anfänger frustrierend sein. Am besten eignet sich das Directional Board also für das Fahren auf Wellen, weniger geeignet ist es für Sprünge, flaches Wasser oder Freestyle.

Wakestyle Boards

Wakestyle Boards gleichen den Brettern, die beim Wakeboarden gefahren werden und sorgen durch ihre stabile und widerstandsfähige Bauweise und den tiefen Fahrrinnen für guten Auftrieb. Während eine Seite des Boards gerade verläuft, weist die andere eine Rundung nach außen hin auf. Die Enden vorne und hinten sind eher gerade. Ihre Form lässt tolle Sprünge zu. Diese Boards eignen sich besonders für Fortgeschrittene und Profis, weil zum Fahren viel Energie benötigt wird.

Raceboards

Raceboards zeichnen sich durch ihr wirklich großes Volumen (größer als Doors oder TT) als auch durch die langen Finnen an der Unterseite des Brettes aus. Sie eignen sich wegen ihrer Bauweise optimal zum sehr schnellen Fahren auf dem flachen Wasser. Da sie fürs Rennen konzipiert wurden, sind sie eher für Fortgeschrittene und Profis geeignet.

Allgemein gilt: Zwar kann man den verschiedenen Boardarten bestimmte Eigenschaften zuschreiben, allerdings bringt so gut wie jedes Kiteboard der unterschiedlichen Hersteller als eine Art Unikat sehr individuellen Features mit. Auch die Namen der Boards lassen nicht gleich eine Zuordnung des Boards zu. Entscheide dich am besten zuerst für ein Board, ob nun Twintip oder Directional Board etc. und dann kannst du per Recherche und Beratung das zu dir passende Board finden.