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Kite

Kite zum KitesurfenWelche Funktionen hat ein Kite?

Wie sich der Kite in der Luft verhält, hängt beispielsweise von der Schirmform und -größe sowie der Windstärke ab. Wichtige Faktoren an die du beim Lenken denken musst, sind der Wind und dessen Einfluss auf den Schirm und somit auch auf dich. Einfache Regel: Je größer der Schirm, desto größer die erzeugte Kraft. Bei Starkwind sollten daher eher kleinere Drachen verwendet werden. Vor allem als Beginner sollten keine zu großen Kites an die Bar gehängt werden. Als meistgenutzte Größen zählen die mit einer Schirmfläche zwischen 6 bzw. 9 und 12 m². Mit dem zugehörigen Leinensystem lässt sich der Drache lenken und die Kraft des Windes auf den Kiter übertragen.

Hier findest du Infos zum geeigneten Kite für dich – und was ist diese Depower-Leine eigentlich?

Die Depower-Leine zählt zu einer der wichtigsten Sicherheitsfunktion beim Kitensurfen. Durch sie lässt sich der Anstellwinkel des Drachens verstellen und verringert so die Zugkraft bis zu 100%. Sie ist an der Hinterseite – auch Abströmkante oder trailing edge genannt – des Schirmes befestigt und wird mit der Bar verbunden. Um zu depowern, sprich die Zugkraft des Schirmes zu verringern, muss nur die Bar in Richtung des Drachens und bewegt werden. So wird der Schirm nicht mehr quer, sondern waagerecht zur Windrichtung positioniert. Damit wird der Wind aus dem Schirm genommen und die Zugkraft des Windes verringert.

Welcher Kite soll es für dich sein?

Tubekites und Softkites – die Zusammenfassung (für eilige Leser)

Zu Beginn ist es hilfreich zu wissen, dass Kites in Tubekites und Softkites unterschieden werden. Bei Tubekites werden mehrere Luftröhren (Tubes) vor der Nutzung mit Luft gefüllt, sodass der Schirm seine Form erhält. Sie werden auch LEI Kites genannt, wobei LEI für leading edge inflatable steht. Mit der präziseren Bezeichnung flat LEI ist ein Bow-Kite gemeint. Zu den Luftröhren zählen die Fronttube, die sich an der Vorderseite des Kites (Anströmkante, auch leading edge) befindet, und die Struts, die quer zur Fronttube zur Hinterseite (Abströmkante, auch trailing edge) des Schirmes verlaufen. Sie verleihen dem Schirm seine Stabilität. Außerdem verhindern die Luftkammern das Untergehen bei einer Wasserlandung und vereinfachen so den Wasserstart. Zu den Tubekites zählen Bow-Kites, C-Kites, Hybrid-Kites und Delta-Kites.
Im Vergleich zu den Tubekites haben Softkites (auch foil kites genannt), die im Übrigen den Gleitschirmen sehr ähnlich sehen, keine mit Luft aufgepumpten, geschlossenen Röhren. Sie verfügen stattdessen über Lufteinlassventile an der Anströmkante des Schirmes, sodass die dort einströmende Luft den Raum zwischen dem Ober- und Untersegel füllen und daraus nicht mehr entweichen kann. Dieser Aufbau trägt zur Stabilität des Schirmes bei. Da beim Kitesurfen der Kontakt zwischen Schirm und Wasser fast unvermeidlich ist, sind diese Lufteinlassventile unverzichtbar. Denn diese verhindern das Eindringen von Wasser bei einem Absturz und macht den Softkite so auch für den Wassersport verwendbar.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Kites

Bow-Kites

Bow-Kites gehören zu den Tubekites, bei denen Röhren (Tubes) mit Luft aufgepumpt werden und dem Schirm so seine Form geben. Die Fronttube verläuft an der kompletten Vorderseite des Schirmes und endet bogenförmig (siehe Bild), daher auch der Name Bow-Kite. Von vorne betrachtet ist er im Vergleich zum C-Kite sehr flach und von oben betrachtet an der Hinterseite des Schirmes konkav (nach innen gewölbt). Das Leinensystem am Schirm besteht aus mehreren Anknüpfpunkten, die durch die sogenannten Waageleinen – oder bridles – mit der Bar verbunden sind und so indirekt zur Steuerung des Schirmes beitragen. Die Depower-Möglichkeit macht den Bow-Kite für Anfänger sehr interessant, jedoch werden sie auch gern von Fortgeschrittenen und Profis verwendet.

Als Vorteil des Bow-Kites zählt die sehr solide Depower-Funktion, die das Fahren sicher macht, da der Kiter auch in schwierigen Situationen die Kontrolle behält. Außerdem lassen sie sich bei Windstärken von 10 bis über 30 Knoten fahren und sind somit windvariabel. Wegen der aufgefüllten Luftschläuche im Drachen kann dieser im Wasser nicht untergehen. Dies zählt als allgemeiner Vorteil der Tubekites.

Ein Nachteil ist das indirekte Fahrgefühl, das durch die größere Anzahl von Anknüpfpunkten der Leinen am Schirm verursacht wird.

C-Kites

Der C-Kite hat seinen Namen dank seiner C-förmigen, also sehr gebogenen Schirmform. Dies führt zu einer kleineren Oberfläche, die entsprechend weniger Wind „fangen“ kann. Er zählt zu den Tubekites und seine Fronttube verläuft zu beiden Enden hin eckig. Der C-Kite ist die älteste Form der LEI Kites und ist an vier Leinen befestigt, mit der Möglichkeit auf eine fünfte Leine. Die vier Leinen sind jeweils an den Ecken der beiden Schirmenden befestigt. Der Hauptunterschied zwischen dem C-Kite und anderen Tubekites sind die fehlenden Waageleinen (bridles) an der Anströmkante, was zu einer sehr geringen Depower und zu einer stärkeren Zugkraft auf die Bar führt. Diese großen Kräfte auf der Bar gibt dem Kiter ein sehr direktes Fahrgefühl. Außerdem ist es ohne bridle schwieriger den Kite nach einem Sturz wieder zu starten (relaunch). Mit der bereits erwähnten fünften Leine als Option ist das Starten allerdings sehr verlässlich. Um den C-Kite zu depowern, ist die richtige Technik zu verwenden. Er muss ins richtige Windfenster gesteuert werden, um die erwünschten Kräfte zu erreichen. Der C-Kite wird hauptsächlich von guten Wakestyle und Freestyle Fahrern genutzt und ist auf Grund seiner geringen Depower-Möglichkeit und dem schwierigen Wasserstart für Anfänger weniger geeignet.

Die Vorteile des C-Kites: dank seinem direkten Fahrgefühl und größeren Kräften auf der Bar ist er sehr für Tricks und Sprünge im Freestyle Bereich geeignet.
Als Nachteil zählt die geringe Depower-Möglichkeit, die nur mit der richtigen Technik erreicht wird und das macht ihn für Anfänger eher uninteressant. Ein Wasserstart gestaltet sich auf Grund nicht vorhandener Leinen an der Anströmkante schwieriger. Hier ist allerdings die Option für C-Kites auf eine fünfte Leine zu erwähnen, die den Wasserstart sehr erleichtert.

Hybrid-Kites

Der Hybrid-Kite ist ein Mix aus Bow-Kite und C-Kite. Es gibt allerdings keine einheitliche Beschreibung alle Hybrid-Kites passt, da je nach Hersteller
verschiedene Varianten angeboten werden. Dennoch haben sie einige wenige Eigenschaften gemein: Wie auch der Bow-Kite weist er bridles auf, also Waageleinen die mit der Anströmkante verbunden sind, um sie zu unterstützen und dem Schirm mehr Stabilität zu geben. Damit wird außerdem die Depower erhöht, da der Anstellwinkel des Schirmes stärker veränderbar ist als beim C-Kite. Die Anbringung der Steuerleinen hingegen ist dem C-Kite nachempfunden und direkt mit dem Kite verbunden, was zu einem direkten Fahrgefühl führt. Was die Form des Hybrid-Kites betrifft, so ist er weniger C-förmig aber runder wie ein Bow-Kite. Dennoch gibt es unterschiedliche Formen, die mal mehr einem Bow-Kite oder einem C-Kite ähneln. Seine Abströmkante (trailing edge) ist konvex, also nach außen gewölbt.
Hybrid-Kites sind eher für Fortgeschrittene und Profis geeignet und oft zum Freestyle oder Wavekiten benutzt werden, da sie ein sehr direktes Fahr- und Lenkgefühl aufweisen. Sie sind weniger fehlerverzeihend sind und somit nicht die erste Wahl von Anfängern.
Zu den Vorteilen des Hybrid-Kites zählen das direkte Fahrgefühl, eine sehr genaue Steuerung des Kites und geringe Haltekräfte an der Bar. Als Nachteil lässt sich die nicht zu 100% Depower-Möglichkeit aufführen.

Delta-Kites

Der Delta-Kites zählt zu einer Art von Hybrid. Er zeichnet sich in der Luft durch eine eher dreieckige Schirmform aus, hat wie der Bow-Kite bridles Waageleinen) und eine sehr gute Depower von fast 100%. Die Schirmenden gleichen durch die sehr nach hinten geschwungenen Enden dem Bow-Kite, wobei sie wie ein C-Kite ähnlich stark gebogen sind. Auf Grund seiner Schirmform treibt er nach einer Wasserlandung selbst an den Windfensterrand und muss dann nur noch durch Ziehen der Steuerleine gestartet werden. Das macht einen Relaunch sehr einfach. Auf Grund seiner vielen positiven Eigenschaften ist der Delta-Kite für jedes Leistungsniveau geeignet.
Vorteile: Delta-Kites weisen die positiven Eigenschaften eines C-Kites (starke Zugkräfte, direktes Fahrgefühl) auf und haben außerdem hervorragende
Wasserstarteigenschaften und sehr gute Depower-Möglichkeit, was der Fahrsicherheit sehr zu Gute kommt.
Nachteile: Kennst du negative Eigenschaften eines Delta-Kites, lass es uns wissen
und schreib uns einfach.